Feuerwehrleute Ternopil_02Untergebracht waren die Männer in Gästezimmern der Berufsfeuerwehr Braunschweig. Auf ihrem vollen Terminkalender standen neben dem Erfahrungs- und Gedankenaustausch mit Berufskollegen unter anderem Abstecher nach Wolfsburg (Autostadt), Wolfenbüttel (Standort des Rettungshubschraubers „Christoph30“) und in die Braunschweiger Innenstadt. Neben den historischen Sehenswürdigkeiten in unserer Stadt begeisterten sich die Feuerwehrleute auch für den hiesigen Weihnachtsmarkt. „Solch eine Tradition gibt es bei uns gar nicht“, schwärmt Igor Pavuk, und schiebt, übersetzt von Ihor Piroscheik, mit einem Schmunzeln nach: „Da hatten wir dann natürlich nicht unsere Uniformen an.“


Beeindruckend waren für alle drei die Arbeitsbedingungen sowie der Stand der Technik bei der Braunschweiger Berufsfeuerwehr. „Unsere Geräte und Fahrzeuge sind viel älter, auch die Situation in Sachen Arbeitssicherheit ist hier besser“, schildert Pavuk. Weniger Einsatzkräfte könnten unter diesen Bedingungen mehr leisten, so der Wachleiter. Er schätzt, dass eine Gruppe von fünf Feuerwehrleuten in Braunschweig so effektiv arbeiten kann wie 40 in Ternopil. Erschwerend kommt für die Brandbekämpfer in der Ukraine hinzu, dass ihr Arbeitsgebiet einen Umkreis von 300 Kilometern umfasst. Die Braunschweiger Feuerwehr mit ihren derzeit zwei Wachen ist dagegen „nur“ für das Stadtgebiet zuständig.
„Nichtsdestotrotz sind unsere Mitarbeiter mit vollem Enthusiasmus bei der Sache“, betont Pavuk, der wie seine beiden Mitstreiter auf eine Verbesserung der gesellschaftlichen wie politischen Gesamtsituation in der Ukraine hofft. Dazu gehöre in erster Linie eine wirksame Bekämpfung der allgegenwärtigen Korruption.

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Bericht Feuerwehr Ternopil