von Antje Levchenko

 

„Wie buDali-budent ist Braunschweig heute?“ lautet die zentrale Frage von ukrainischen und deutschen Studenten und Auszubildende an Braunschweiger Bürger. Was  überwiegt, kritische Ablehnung oder kritische Offenheit? Daraus entstand eine Film-Dokumentation mit historischem Material und aktuellen Momentaufnahmen. Der Präsentation  auf dem „Ukrainischen Abend“ vor über 100 Gästen wurde mit Livemusik und kulinarischen Spezialitäten  umrahmt.

 

Kultureller Austausch und Hospitationen von jungen Menschen der Ukraine und Deutschland im jeweils anderen Land, das gehört zu den zentralen Zielsetzungen des Vereins FreiE Ukraine Braunschweig e.V. In diesem Rahmen wurde das  Film-Projekt realisiert,  gefördert von der Stiftung Erinnerung – Verantwortung – Zukunft (EVZ). Inhalt war die Auseinandersetzung mit der jüngeren Geschichte Braunschweigs und die Haltung der Bürger zu einem Zusammenleben mit Menschen unterschiedlicher Herkunft gestern und heute.

Musikprogramm:
Das musikalische Rahmenprogramm gestalteten die Bands „Pepinos International“ und „Dali Bude“.
Die Mitglieder der Gruppe „Pepinos International“ verfolgen das Ziel, die Kulturvermittlung zwischen Flüchtlingen, Migranten und Deutschen zu fördern. Dies spiegelt sich in ihrem Lieder-Repertoire wider, welches Musikstücke aus verschiedenen Erdteilen enthält.
Das Trio mit dem Namen „Dali Bude“ (ukrainisch für Fortsetzung folgt) ist ebenfalls international ausgerichtet. Die Musiker singen und spielen ukrainische, weißrussische, russische, französische und spanische Lieder. Hier ihr Auftritt in voller Länge:

http://dalibude.net/unser-auftritt-beim-ukrainischen-abend-im-haus-der-kulturen/

Wareniki – eine kulinarische Spezialität aus der Ukraine:
Für das leibliche Wohl der Gäste sorgten an diesem Abend sieben Mitglieder des Vereines FreiE Ukraine Braunschweig e.V. Mit Feuereifer bereiteten sie im Vorfeld der Veranstaltung über 800 Stück Wareniki zu. Dieses Gericht gehört zu den beliebtesten ukrainischen Speisen. Wareniki sind mit verschiedenen Zutaten gefüllte, halbmondförmige Teigtaschen und ähneln den hierzulande bekannten Maultaschen. Der Teig wird aus Weizenmehl, Wasser, Salz und Eiern hergestellt. Die kreisrund ausgestochenen Teigstücke werden mit einer Füllung versehen, zusammengeklappt, an den Rändern verschlossen und anschließend in Salzwasser gekocht oder auf Dampf gegart.
Die Wareniki für den ukrainischen Abend wurden, ganz typisch ukrainisch, mit Frischkäse, Kartoffeln, einer Kartoffel-Frischkäse- und einer Kartoffel-Sauerkraut-Mischung gefüllt. Als Soßen wurden, ebenfalls nach traditionell ukrainischer Art, Sauerrahm, ausgelassener Speck mit gebratenen Zwiebeln und Steinpilzsoße serviert.
Den Gaumenschmaus verdankten die Teilnehmer der Veranstaltung den in der ukrainischen Küche erfahrenen Vereinsmitgliedern Tanja Markarchuk, Natalja Jaroshynska, Ljuba Fiebig, Natalja Piroschik, Tetyana Yevsa, Olga Olijnik und Olga Bezruchko.