Viele Ukrainer, insbesondere von der Krim, wurden von russischem Militär und der Polizei der Russischen Föderation verschleppt und befinden sich derzeit in russischen Gefängnissen. Einige wurden von der Staatsjustiz mit konstruierten Beschuldigungen zu mehreren Jahren Lagerhaft verurteilt.

Einer davon ist Oleg Sentsov.

Am 14. Mai 2014 wurde der talentierte Regisseur, Vater zweier Kinder aus seinem Alltag gerissen, von der Staatsmacht nach Moskau verschleppt, gefoltert und schließlich zu 20 Jahren Lagerhaft verurteilt.

Zahlreiche Institutionen wie Amnesty International, die Europäische Filmakademie, Europa- und Bundestagsabgeordnete haben die russische Willkürjustiz im Fall Sentsov verurteilt und fordern seine Freilassung.

Sentsov hat sich als Einwohner der Krim stets für demokratische Verhältnisse in seiner Heimat eingesetzt. Genau dies ist den russischen Machthabern seit der Besetzung der Halbinsel ein Dorn im Auge. Sentsov ist aber nicht nur ein Symbol des russisch-ukrainischen Konfliktes. Er steht stellvertretend für die wachsende Zahl aller politischer Gefangener in Russland.

Am 14.05.18 trat er nach 4 Jahren Straflager aufgrund der Aussichtslosigkeit der Situation in den Hungerstreik. Seine Forderung: Freilassung aller ukrainischen Gefangenen aus  russischer Haft. Damit möchte er nicht nur auf sein, sondern auch auf das Schicksal 64 weiterer politischer Gefangener aufmerksam machen.

Das ukrainische Volk steht der russischen Nation nicht in Feindschaft gegenüber. Es ist die russische Regierung, die mündige Bürger zu ihren Feinden erklärt hat, ob in der Ukraine oder in Russland selbst.

 

Wir fordern die umgehende Freilassung Oleg Sentsovs sowie aller politischen Gefangenen, die in russischen Gefängnissen und Straflagern einsitzen.

 

Lasst uns die durch die Fußball-Weltmeisterschaft erhöhte Aufmerksamkeit nutzen, wo Russland als Gastgeber verstärkt im Fokus der Weltöffentlichkeit steht, um politischen Gefangenen 

dort zu helfen!