Das Deutsch-Ukrainische Jugendprojekt, das mit Hilfe der EVZ-Stiftung und mit dem Projektpartner „Haus der Kulturen“ durchgeführt werden konnte, war ein voller Erfolg. Zwei Wochen lang haben acht Germanistik-Studentinnen und Studenten gemeinsam mit acht jungen Menschen aus Deutschland unser Land und unsere Stadt kennengelernt und viele Begegnungen mit anderen Braunschweiger Jugendlichen und Bürgern gehabt.

EVZ Projekt I (2)
Auf deutscher Seite waren beteiligt: zwei Architekturstudenten, ein Germanistik-Student, drei Absolventen der Hochschule für Bildende Künste, zwei Schülerinnen der Berufsbildenden Schule V für Erzieherinnen und Erzieher.

Der „rote Faden“ des Projekts war die Beschaffung und Herstellung von Filmmaterial für eine kurze historische Aufarbeitung der Entwicklung des Braunschweiger Landes von einer der ersten Nazi-Hochburgen im Deutschen Reich zu einer Stadt der kulturellen Vielfalt, der Toleranz und Demokratie.

Ein wesentliches Element des Films sollte die Darstellung heutiger Einstellungen der Braunschweiger Bürger zum Zusammenleben von Menschen verschiedener Herkunft sein. Dazu wurden Interviews auf der Straße gemacht. Die anfängliche Scheu mit Kamera und Mikrofon auf Straßenpassanten loszugehen war bald überwunden und unsere ukrainischen Gäste haben sich dabei der deutschen Sprache in immer größer werdender Selbstsicherheit bedient.

Der Ratsvorsitzende des Rates der Stadt Braunschweig, Herr Karl Grziwa (CDU), der Fraktionsvorsitzende der SPD, Christoph Bratmann (MdL), und die SPD-Ratsfrauen Kate Grigat und Tanja Pantazis haben sich beide jeweils mehr als eine Stunde mit unseren ukrainischen Gästen unterhalten und Fragen zum Filmthema beantwortet.
Familienabende, Exkursionen in historische Zentren im Harz und nach Berlin und ein internationaler Abend im Haus der Kulturen rundeten das Programm ab.

Ausgehend von der gemeinsam diskutierten Rahmenkonzeption des geplanten Films mit dem Arbeitstitel „Wie Braunschweig bunt wurde“ erfolgt jetzt der Filmschnitt, der von Studenten der Hochschule für Bildende Künste gemacht wird. Danach müssen die Ternopiler Studierenden noch einmal ran: alles was an Erklärungen zum Filmmaterial oder zu den Interviews als Untertitel in ukrainischer Sprache erscheinen soll (teilweise auch als Audiokommentar), muss noch nachproduziert werden.
Dieses Projekt konnte gelingen, weil die EVZ-Stiftung die finanziellen Voraussetzungen dafür geschaffen hat, weil die jungen Menschen engagiert im Projekt gearbeitet und viele Mitglieder unseres Vereins in vielfältiger Weise das Projekt begleitet haben. Dafür gebührt allen ein großer Dank.


 

Video vom Ukrainischen Abend