Schulinternat Czortkiv im Oblast Ternopil

Im Auftrag des Vorstands des Vereins FreiE Ukraine Braunschweig e.V. hielt sich Geschäftsführer Bernd Henn vom 16. bis 22. April in Ternopil auf. Hauptanlass der Reise war die Vertiefung der Beziehungen zur Pädagogischen Universität, mit deren Hilfe ein weiteres Jugendbegegnungsprojekt im September.

Im Gepäck hatte er vier Computer, einen Projektor, einen Tintenstrahl-Drucker, einen Scanner und einen SW-Laserdrucker.

Zwar handelte es sich ausschließlich um Gebrauchtgeräte, aber die Freude bei den Empfängern war doch groß.

Insbesondere die Deutsch-Lehrerinnen der ländlichen Schule von Horodischtsche, 20 km westlich von Ternopil gelegen, freuten sich gewaltig, war doch der Besuch völlig überraschend und unerwartet. Ein leistungsfähiger Computer, ein Drucker und ein Beamer werden die Lehrerinnen bei ihrem Engagement für die Vermittlung der deutschen Sprache unterstützen. Deutsch ist die erste Fremdsprache schon in der Grundschule.

Im klassischen Gymnasium des Ternopiler Bezirks „Kanada“ warteten auf Bernd Henn Gespräche mit Schülern in zwei Deutschstunden. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut konnten bereits einige Schüler Deutschlandbesuche absolvieren, was sich deutlich in ihrer Lernmotivation niedergeschlagen hatte. Auch hier wurde ein Computer abgeliefert. So können die Unterrichtsmedien, die vom Goethe-Institut zur Verfügung gestellt wurden, besser eingesetzt werden.

Auch die Schule Nr. 17 im Bezirk „Ost“, die für Fremdsprachenunterricht spezialisiert ist, vermeldet hervorragende Leistungen im Deutschunterricht und schickt regelmäßig Schüler zu einer Partnerschule in Schmalkalden (Thüringen). Oksana Hudyma, Stellvertreterin des Schuldirektors für Fremdsprachen, hofft auf Unterstützung des Vereins bei der Vermittlung einer weiteren Schulpartnerschaft in Deutschland, um den Schüleraustausch erweitern zu können.

Die Dozenten und das Sekretariat der Fremdsprachenfakultät an der Pädagogischen Universität freuten sich über einen Laserdrucker, einen PC und einen Scanner zur Unterstützung ihrer Arbeit. Die drei Doppelstunden Seminar,  die vorab mit Bernd Henn vereinbart worden waren, dienten vor allem der Gelegenheit zur Sprachpraxis  mit einem „Muttersprachler“. Auch der Rektor der Universität, Prof. Dr.  Wolodymyr Kravets,  dankte dem Verein  ganz herzlich für die  geleistete Unterstützung.

Bericht auf WEB-Seite Ternopil

Eine weitere Initiative wurde von Wolodymir Sobotjak, der für den Verein schon manche Verbindung in Ternopil hergestellt hat, in der 70 km südlich gelegenen Kleinstadt Czortkiv gestartet. Einem freundlichen Empfang beim frisch gewählten Bürgermeister folgte in Begleitung der Schuldezernentin ein Besuch in dem allgemeinbildenden Schul-Internat Czortkiv. Hier lernen 432 Schüler der Stadt, von denen ca. 100 eigentliche Internatsschüler sind, für die der Internatsaufenthalt ein Ausweg aus „schwierigen“ Familienverhältnissen ist. Hier lieferte der Vereinsgeschäftsführer nicht nur einen PC ab, sondern gab auch das Versprechen ab, im September die Ausrüstung für eine komplette Computerklasse (insgesamt 10 PC) bereitzustellen. Der Bürgermeister sagte zu, Raum und Möbel dafür herzurichten.

Die Schule hat eine Web-Seite, auf der in ukrainischer Sprache über ein Schülerparlament berichtet wird, das die Einübung demokratischer Strukturen und Verhaltensweisen unterstützen soll. http://chortkiv-internat.webnode.com.ua/

Die nächste Reise nach Ternopil steht für den 17. September an. Wenn die geplante 14-tägige Jugendbegegnung in Ternopil von der EVZ-Stiftung genehmigt wird, wird diese den Schwerpunkt des Aufenthalts darstellen. Zusätzlich sind schon jetzt Seminarstunden an der Uni und Unterrichtstunden an mehreren Schulen fest eingeplant.