Der Gründervater
Am 18. Juni 2026 feierte unser lieber Bernd Henn seinen 80. Geburtstag.
Bernd ist Mitglied des Vereins Freie Ukraine Braunschweig e.V..
Er ist nicht nur normales Mitglied, sondern seit 2025 auch Ehrenmitglied. Der Einzige bisher.

Und er gehört zu den 17 Gründern des Vereins, die sich am 19.03.2015 im Haus der Kulturen zur Gründungsversammlung zusammengesetzt haben.
Mehr noch! Er war zusammen mit Sergij Koschmann der Initiator des Vereins. Beide nahmen zusammen am 16. Dezember im Audimax der TU Braunschweig an einer Veranstaltung teil, bei der es um die Lage in der Ukraine ging, nach der Besetzung der Krim und der Ostukraine durch Russland. Veranstalter waren die Friedensbewegung an der TU Braunschweig, die Ärzte gegen den Atomkrieg, das Friedenszentrum Braunschweig und die evangelische Akademie Abt Jerusalem. Tenor der Veranstaltung war: „der Westen ist Schuld, CIA und NATO, Russland wurde bedroht“. Daraufhin beschlossen beide, noch wütend von der Veranstaltung, einen Verein „Freie Ukraine Braunschweig“ zu gründen.
Ohne Bernd würde es den Verein Freie Ukraine Braunschweig e.V. vermutlich nicht geben.
In einem Interview anlässlich des 10-jährigen Jubiläums des Verein erzählte er in der ihm eigenen Art genau diese Geschichte.
Der Gewerkschafter
Bernd Henn war zunächst Radio- und Fernsehtechniker, studierte dann auf Lehramt und arbeitete als Lehrer. Schließlich erlangte er die Position als Gewerkschaftssekretär der IG Metall. Er war Mitglied der SPD, die er nach der deutschen Wiedervereinigung verließ, um für die PDS 1990 als Bundestagsabgeordneter tätig zu sein. Vier Jahre lang, bis 1994, war er Mitglied des Deutschen Bundestags, wo er unter anderem im Wirtschafts- und Verkehrsausschuss tätig war.

Der Freund der Ukraine
Bernd Henn liebt die Ukraine, die ihm inzwischen heute zu einer zweiten Heimat geworden ist. 2015, direkt nach der Gründung des Vereins, besuchte er mit einer kleinen Delegation die Stadt Ternopil, um erste Kontakte zur Ukraine zu knüpfen. Daraus wurde für ihn eine freiwillige Lehrverpflichtung. Als deutscher Muttersprachler gab er Seminare an der Germanistischen Fakultät der Pädagogischen Hochschule in Ternopil in den Bereichen deutsche Landeskunde, deutsche Sprachgeschichte, Phonetik und Sprachpraxis. Seitdem hat er enge Beziehungen zur Stadt und zur Region dort. Mehrfach brachte er bei seinen Lehr-Besuchen EDV-Ausrüstung mit, auch für Schulen dort. Es waren PCs mit Monitoren, Tastaturen und Mäuse, sowie Drucker und sogar Beamer-Projektoren.

Der Engagierte
Bernd tat sich auch in der Öffentlichkeitsarbeit hervor, indem er wichtige Artikel für unsere Webseite verfasste. Er hat darin immer wieder die politischen Hintergründe des russischen Überfalls beleuchtet, indem er z.B. auf die Großmachtsphantasien des Kremls gedeutet hatte (z.B. Artikel „Putin“, 21.12.2015), auf die vertraglichen Zusagen der Souveränität der Ukraine hingewiesen hatte (z.B. Artikel „Das Budapester Memorandum“, 06/2018) und er hat auch wiederholt die deutsche Verantwortung für das Leiden der Ukraine unter der deutschen Besatzung im zweiten Weltkrieg angemahnt („Ternopil – Mini-Stalingrad“, 04/2019).
Der Vereinsmensch
Im Verein Freie Ukraine Braunschweig e.V. hat Bernd so ziemlich alles gemacht. Nach der Gründung war er zunächst Geschäftsführer, bis er bei der Mitgliederversammlung im August 2016 zum 1. Vorsitzenden gewählt wurde. Im Mai 2018 trat er dann ins zweite Glied zurück und wurde Beisitzer, dann im November 2019 Finanzvorstand und zog sich dann ab November 2021 als normales Mitglied zurück. Allerdings betonte er noch im November 2025, weiterhin für den Verein aktiv zu bleiben.
Mehrfach unterstützte er den Verein auch durch großzügige Spenden.
Der Jubilar
Lieber Bernd, der Vorstand und alle Mitglieder des Vereins Freie Ukraine Braunschweig e.V. wünschen Dir alles Liebe und Gute zu Deinem Geburtstag. Vor allem wünschen wir Dir für Deine Zukunft weiterhin Gesundheit und Kraft, sowie Zuversicht und Frohsinn, damit Du uns noch lange erhalten bleibst.
Wir brauchen Dich weiterhin, Dich und Deinen Rat.




