Bericht und Fotos von Konrad Schöller

In einem Lied von Hermann van Veen träumt ein Kind „niemand würde reich geboren, und niemand würde arm“, wenn es nur zaubern könnte. In Mitteleuropa erleben wir seit sieben Jahrzehnten das Geschenk friedlichen Zusammenlebens, ohne bewaffnete Konflikte, wir sind reich – an Frieden. Zaubern vermögen wir nicht, aber aus unserer vergleichsweise heilen Welt dürfen wir etwas abgeben.

Am Rande des Braunschweiger Weihnachtsmarkts fand sich am 5. Dezember eine Veranstaltung mit einem weihnachtlich großen Herzen und dem Blick für die kleinsten Betroffenen eines fast verdrängten Konflikts statt, für die Kinder in Saporischja und Wolnowacha. Zu unserer Freude konnten wir das Braunschweigische Landesmuseum als Mitveranstalter gewinnen, welches  den Salon zu Verfügung stellte.

Beim Konzert der Band DaliBude im Vieweg-Salon im Braunschweigischen Landesmuseum konnten die Besucher gleichermaßen musikalisch und wie kulinarisch genießen. Neben einem reichen und vielseitigen musikalischen Programm gab es kunstvolle Torten, köstlichen Kuchen und feines Gebäck. Und so war die Stimmung ausgelassen und heiter.

Die Band hat sich in den vergangenen Jahren ein nach dem Schwerpunkt ukrainischer und russischer Musik heute westliche Musikrichtungen wie Latin, Jazz und Blues erschlossen und verbindet musikalische Welten. Von der Spezialkombo für kleine Gigs mit Musik jenseits der Karpaten hat sich DaliBude gewandelt und gestaltet heute universell einen ganzen Abend.

Dabei ist es natürlich gerade ihr besonderer Verdienst, dem Publikum osteuropäische Musik näher zu bringen, die uns trotz der räumlichen Nähe oft so fern ist weil selten gespielt.

Sänger und Gitarrist Gena Netuzhylov begeistert seine Zuhörer durch Vielseitigkeit in Musik und Gesang, wo er spielend leicht zwischen acht verschiedenen Sprachen wechselt. Der banderprobte Jaroslav Rvacev zeichnet verantwortlich für Arrangements und virtuose Gitarrensoli, Oleg Nikolenko verzaubert mit Akkordeon, Gitarre und Bass und Paul Luttman spielt Percussion verträumt bis fetzig. Besondere Unterstützung kam er diesmal von Alfred an der Cajón.

Eine angemessene Würdigung wurde unserer Vereinsvorsitzenden Maryna Galovska im Rahmen einer kleinen Ansprache zuteil. Sie führt mit großer Freude und Begeisterung die seinerzeit ausgezeichnete Arbeit unseres früheren Vorsitzenden Bernd Henn fort und prägt den Verein auf ihre besondere Weise. Sie erhielt stehenden Applaus.

Es war ein besonderer Abend inmitten unserer vorweihnachtlichen Geschäftigkeit mit dem Blick sprichwörtlich über den eigenen Tellerrand hinaus. Es kamen Spenden in Höhe von 493 Euro zusammen. Auch haben viele die Gelegenheit genutzt selbst Weihnachtskarten an die Kinder zu schreiben, ob in Russisch, Ukrainisch oder Deutsch.

Wir danken allen Spendern wie auch den Beteiligten der Band DaliBude und der Leitung und den Mitarbeitern des Braunschweigischen Landesmuseums für diesen gelungenen Konzertabend.