Wir starten ein grenzüberschreitendes Projekt  mit der Unterstützung  vom Centrum für internationale Migration und Entwicklung (CIM). Mit diesem engagierten Projekt soll in der Ukraine ein nachhaltiges Versorgungsnetz aufgebaut werden, um traumatisierten Menschen bei der Bewältigung ihrer Kriegstraumatisierungen zu helfen.
Ermöglicht wird es durch die Initiative und Kooperation des Braunschweiger Vereins „Freie Ukraine Braunschweig e.V.“,  vertreten durch die Psychologin B.A. / Ehe- und Familienberaterin Olga Olijnik sowie die Sprachwissenschaftlerin Tanja Makarchuk als Projektleitung, mit dem Wolfsburger Institut Konzept Integrativer Methodik e.V., vertreten durch die Psychologin und Psychotherapeutin Reinhild Zenk, und der Universität Lemberg (Lwiw) in der Ukraine, vertreten durch Prof. Dr. Kateryna Ostrovska, Leiterin des Instituts für spezielle Pädagogik und Inklusion.

Diese engagierte 3er-Gespann hat einen Zuschlag für eine länderübergreifende Fortbildung erhalten, zu der das Institut Konzept Integrativer Methodik e.V. die fachliche Expertise beisteuert.
Die Teilnehmer in der Ukraine kommen aus 7 verschiedenen Regionen, so dass die Multiplikatoren regional gut verteilt sind und die Hilfe für Menschen mit traumatischen Erfahrungen an vielen Orten ankommt.
Rund zwei Millionen Ukrainer befinden sich derzeit auf einer Wanderungsbewegung in Europa – und die Zahlen stiegen in den vergangenen Jahren sprunghaft an.
Aktuell gibt es aufgrund der militärischen Auseinandersetzung mit Russland 1,5 Millionen registrierte Binnenvertriebene in der Ukraine selbst. Die Ukraine ist somit das neuntgrößte Binnenflüchtlingsland der Welt. Angehörige und Familien leiden, wie auch die schwer traumatisierten Betroffenen selbst, unter den zeitweise irrationalen und emotional destruktiven Verhaltensweisen, die den Aufbau einer halbwegs normalen Lebensgestaltung nahezu unmöglich machen und somit auch die gesellschaftliche Lage insgesamt destabilisieren. Innerhalb der Ukraine herrscht derzeit ein Mangel an Angeboten für kriegstraumatisierte Binnenflüchtlinge, somit schließt das Projekt eine gravierende Versorgungslücke.
Mit diesem engagierten Projekt soll in der Ukraine ein nachhaltiges Versorgungsnetz aufgebaut werden, um traumatisierten Menschen bei der Bewältigung ihrer Kriegstraumatisierungen zu helfen. Der durch Studien belegte Zusammenhang zwischen Gewalterfahrung und Gewaltausübung soll durch Traumabearbeitung aufgehoben werden. Damit kann ein Beitrag zur Friedenskonsolidierung und Stabilisierung der Gesellschaft geleistet werden.
Das Projekt bildet Ärzte, Psychotherapeuten, Psychologen und Sozialarbeiter auf der Grundlage des pragmatischen Konzeptes Integrativer Methodik in praxisnahen Interventionen zur ressourcenorientierten Traumalösung fort. Die Wirkung dieser Fortbildungen wird über die gesamte Dauer von Februar 2019 bis Juni 2020 begleitend von Mitarbeitern des Instituts für Psychologie und Pädagogik der Universität Lemberg erforscht.
Erklärungsvideo zum Projekt: