Synergie-Sommerkonzert in der Kaufbar

Am Freitag, den 12.06.2026 um 19 Uhr lud der Chor Synergie ein in die DRK-Kaufbar zu seinem Sommerkonzert, zwei Tage vor Sommeranfang.

Die Kaufbar bietet stets eine schöne familiäre Atmosphäre für solche Veranstaltungen. Heike Blümel, Leiterin der DRK-Kaufbar, begrüßte die Gäste des gut besuchten Konzertes. Sie erinnerte an das auch für sie beklemmende Gefühl, angesichts der schlimmen Lage in der Ukraine hier zu einem fröhlichen Konzert zu laden. Dennoch freute sie sich über das zahlreiche Erscheinen und natürlich auf ein schönes Konzert.

Zunächst füllte der große Chor die Bühne, sang ein Eröffnungslied, um dann gleich wieder abzutreten, um den Jüngsten die Bühne zu überlassen, dem Kinderchor. Diese hatten sichtlich Spaß, auch weil sie einen Rap in ukrainischer Sprache präsentieren konnten. Nur ab und zu griff Juliia Kravchenko, die Chorleiterin, lenkend und dirigierend ein, denn die Kinder präsentierten sich schon als überraschend selbständige Einheit, wohl auch, weil die älteren Kinder den jüngeren als Vorbild dienten. Die beiden älteren Mädchen traten danach als Duett und eine von ihnen abschließend als Solistin auf.

Anschließend betraten mit Sofiia Umantseva und Anastasiia Lebedynska zwei junge Frauen die Bühne, die zwei Lieder in perfekter Harmonie darboten. Dieser Einklang war sowohl von den absolut zueinander passenden Stimmen gegeben, als auch von den Kostümen, sowie von dem Verständnis füreinander in den Bewegungen, Gesten und auch Tanz. Alles passte. – Wir werden sie hoffentlich noch häufiger miteinander auftreten sehen.

Dann folgte der Auftritt des großen Chores Synergie mit einer bunten Mischung aus traditionellen Sommer- und Liebesliedern, aber euch patriotischen Heimatliedern.

Die Abfolge wurde einmal noch von einem Duett unterbrochen, bei dem Juliia Lebedynska gemeinsam mit Juliia Kravchenko ein gefühlvolles Liebeslied präsentierten.

Da diese Konzerte mit überwiegend ukrainischen Liedern auch von vielen Deutsch-Muttersprachlern besucht werden, die die Texte nicht verstehen, wurden zwischendurch Einführungen durch zwei Moderatorinnen gegeben, von Marharyta Zhuk auf deutsch und von Ludmila Filimonova auf ukrainisch.

Ein Lied sei besonders erwähnt, weil es beeindruckend inszeniert war. Es begann zunächst als fröhliches, offenbar Frühlingslied, das jäh von Luftalarm-Sirenen unterbrochen wurde. Die Sänger verharrten reglos, bedecken die Ohren, die Augen oder das Gesicht mit den Händen, voller Angst, bis das Sirenengeheul verstummte. Einzig ein jammernder Laut einer Frau blieb, ging über in klagendem Gesang. Dann setzte Musik ein – ein patriotisches Lied – alle sangen mit, immer lauter werdend, mutig der Gefahr trotzend. – Gänsehaut pur!

Vielen Dank an allen Mitgliedern des Chores für diesen wunderbaren Abend. Alle haben jede Minute genossen: die Musik, den Gesang, die Stimmung. Juliia Kravchenko entließ das Publikum, indem sie zum Abschied an die Bedeutung des Wortes „Synergie“ erinnerte und dabei zum Chor auch das Publikum mit einbezog: Das Gesamte ist mehr als die Summe seiner Einzelteile.

Teilen | Поділитися