Die Fensterscheiben blieben zwar heil, aber so eine ausgelassene Stimmung hat das Haus der Kulturen schon lange nicht mehr erlebt. Acht junge Musiker aus Leipzig brachten den Saal zum Kochen. Dicht gedrängt vom Eingang bis zur kleinen Bühne standen die rund 150 Gäste eines Ukrainischen Abends, auf dem ihnen die BATIAR GANG mit toller Musik einheizte. Von Minute zu Minute steigerte sich der Bewegungsdrang der Zuhörer. Der „Balkan-Klesmer-Borschtsch-Ukrainian-Punk-Folk“ (Selbstbeschreibung der Band) brachte eine unglaubliche Stimmung in den Saal, der sich selbst einige der „älteren Herrschaften“ nicht entziehen konnten. Das Urteil war eindeutig: Diese Band möchten wir noch einmal in Braunschweig haben!

Anlass für diesen neuerlichen Ukrainischen Abend war die Präsentation des Videos von Sofia Samoylova über eine Deutsch-Ukrainische Jugendbegegnung zum Thema Umweltschutz im Westen der Ukraine (siehe nächsten Beitrag). Die teilnehmenden deutschen Studenten hatten etliche  Kommilitonen von der TU Braunschweig mobilisiert, so dass außer der ukrainischen Diaspora, den deutschen Mitgliedern von Partnerschaftsvereinen, auch viele neue und vor allem „junge“ Gesichter auf diesem Ukrainischen Abend vertreten waren. Sie quittierten Arbeit und Auftreten der Projektgruppe in den westukrainischen Städten Czernowitz und Ternopil in Sachen Umweltschutz mit großem Beifall, und insbesondere die Arbeit unserer Videofilmerin, die in hervorragender Weise gezeigt hat, was internationale Jugendbegegnung zu leisten vermag.

Großen Anteil am Gelingen des Abends hatten auch wieder unsere (weiblichen) Mitglieder des Vereins, die Borschtsch, Wareniki, Salo und Kuchen vorbereitet hatten. An den Bierfässern wurde pausenlos gezapft, am Getränkestand wirkten, wie auch bei der ganzen Vorbereitung und der notwendigen Aufräumaktion nach der Veranstaltung, die bekannten Aktivisten.

Und schließlich zu guter Letzt darf man nicht vergessen: Der entscheidende Beitrag kam von der Stiftung „Erinnerung – Verantwortung – Zukunft“, die unser Projekt insgesamt sehr unterstützt und im vollen Umfang finanziert hat.