Fuwa Fuwa no Kuma endlich wieder in Braunschweig

Bereits zum zweiten Mal präsentiert die japanische Künstlerin Midori Harada einen kleinen, aber besonderen Teil ihrer Kunst in Braunschweig. Fuwa Fuwa no Kuma ist für kurze Zeit zurückgekehrt ins Torhaus am botanischen Garten der Technischen Universität, um sich wieder einmal dem Braunschweiger Publikum zu präsentieren. Unterstützt wird diese Präsentation durch die Freunde des Botanischen Gartens e.V. und durch unseren Verein Freie Ukraine Braunschweig e.V.

Kommt alle, es lohnt sich! Aber die Zeit ist knapp!
Nur noch bis zum 21. Juni. dann zieht Fuwa Fuwa no Kuma weiter.

Midori Harada – Ausstellung
Torhaus am Botanischen Garten der TU
Humboldtstr. 1, 38106 Braunschweig

30. Mai 2026 – 21. Juni 2026
Jeweils Freitag bis Dienstag von 11 bis 19 Uhr,
Mittwoch und Donnerstag geschlossen

Beim Betreten der Ausstellung empfängt Fuwa Fuwa no Kuma den Besucher mit einer Reihe von Motiven aus Braunschweig und aus Niedersachen. Es sind die Orte, die es offenbar bereits besucht hat. Gezeigt wird das Magniviertel, die Quadriga, der Burgplatz-Löwe, die Katharinenkirche und andere Orte. Es sind vier Bilderserien, die spezielle Braunschweiger Serie ist weiter unten in der Bilder-Galerie zu sehen.

Die Ausstellung wurde am Samstag, den 30. Mai 2026 um 11 Uhr mit einer Vernissage im Beisein zahlreicher Gäste eröffnet. Darunter befanden sich auch Igor Piroschik, erster Vorsitzender des Vereins Freie Ukraine Braunschweig und Dr. Tobias Braunsberger, ehemaliger Präsident der DJG (Deutsch-Japanischen Gesellschaft) Braunschweig-Peine-Wolfsburg. Beide sind mit der Künstlerin Midori Harada eng verbunden.

Begrüßung durch Nicole Suzuki

Die Begrüßungsansprache hielt Nicole Suzuki, die Managerin Midori Haradas und eine frühere Vizepräsidentin der DJG. Frau Suzuki hatte die Ausstellung in Braunschweig vor zwei Jahren als Vertreterin der DJG unter schwierigen Bedingungen derart erfolgreich organisiert und durchgeführt, dass Frau Harada sie anschließend als Managerin engagierte. Es war die erste Ausstellung der japanischen Künstlerin in Deutschland. Damals gab es für dieses Ereignis eine große Aufmerksamkeit, da bei der Eröffnung am 17.05.2024 der japanische Generalkonsul Shinsuke Toda, die ukrainische Generalkonsulin Dr. Iryna Tybinka und der niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Falko Mohrs anwesend waren. Wir erinnern uns als Verein mit Dankbarkeit an eine anschließend von Midori Harada überreichte Spende von 2500€ für unsere humanitäre Arbeit.

Ansprache von Lena Herberg

Aus dieser Dankbarkeit und unserem großen Respekt vor Midori Harada resultierte auch die zweite Ansprache von Lena Herberg, die zweite Vorsitzende des Vereins Freie Ukraine Braunschweig. Sie hob die Verbundenheit der Künstlerin mit dem ukrainischen Volk hervor und betonte besonders ihre Menschlichkeit. In einem YouTube-Beitrag von Konrad Schöller am Ende dieses Artikels ist ein größerer Ausschnitt dieser Ansprache enthalten.

Sehr große Aufmerksamkeit der versammelten Gäste galt dem Gesangsbeitrag der ukrainischen Sängerinnen Sofiia Umantseva und Anastasiia Lebedynska. Die beiden jungen Frauen treten seit kurzem erst als Duo auf, das klanglich sehr schön harmoniert und das die Veranstaltung mit einem gefühlvoll vorgetragenen, traditionellen ukrainischen Lied bereicherte.

Ein paar Worte zur Künstlerin Midori Harada.

Midori Harada ist eine japanische Künstlerin, Buchautorin und vor allem Illustratorin. Dort hebt sie sich als Meisterin des von ihr entwickelten Aire Verte Stils hervor. „Aire Verte“ (französisch: „grüne Luft“) zeichnet sich durch ruhige, malerische Landschaften und detaillierte Hintergründe aus, oft mit einem europäischen Touch. Mit diesem Stil hatte Midori Harada bis 2010 Landschaften, Hintergründe und Landkarten für Videospiele der Pokémon-Reihe illustriert und hatte auch ab 2002 (ab dem „Aquapolis“-Set) für das Sammelkartenspiel gezeichnet. Sie ist auf einschlägigen Messen und Manga-Veranstaltungen in aller Welt ein sehr gefragter Gast.

Midori Harada lebt seit 2014 in ihrer Wahlheimat Deutschland in der Stadt Celle, die einen großen Kontrast zu ihrem bisherigen Wohnort darstellt, die Millionenstadt Tokio. Sie hatte vorher München, Berlin und Hamburg kennengelernt, sich dann aber für Celle entschieden, das ihr ein Kunde (Käufer ihrer Bilder) empfohlen hatte, ein deutsch-japanischer Anwalt, der in Celle geboren wurde. „Ich liebe die Ruhe, die gemütlichen Gassen, Fachwerkhäuser und die Landschaft rund um die Stadt“, sagt sie im März 2024 in einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt. „Außerdem kann ich hier spazieren gehen, und niemand weiß, wer ich bin.

Die Ukraine hat Midori Harada auf einem Besuch 2004 kennen und lieben gelernt und 2005 ein erste Buch über die Ukraine veröffentlicht „Landscapes of Ukraine“. Basierend darauf hat sie 2022 ein neues Ukraine-Buch herausgeben, welches auf der Ausstellung erhältlich ist. Dort sind auch weitere Bücher erhältlich über andere Länder und auch Städte, die sie bereist hat. Insgesamt hat sie bereits 14 Bücher veröffentlicht. Midori Harada ist nicht nur eine wertvolle Unterstützerin sondern auch Mitglied im Verein Freie Ukraine Braunschweig.

Die Ukraine ist auch dieses Mal Schwerpunkt ihrer Ausstellung. Es gibt sogar einen eigenen „Ukraine-Raum“, in dem die Bilder aus dem Ukraine-Buch wieder zu finden sind. Hinten im Raum steht eine lebensgroße Schneiderpuppe mit einem Kleid, das aus Stoff mit bedruckten Ukraine-Motiven gefertigt wurde. Dort präsentiert sich uns Midori Harada mit zwei Fuwa Fuwa no Kuma-Figuren je mit ukrainischer und japanischer Kleidung. Ein Sinnbild für japanisch-ukrainische Freundschaft.

Im „Ukraine-Raum“ gibt es zwei Bilder aus der polnischen Stadt Przemysl, die nahe der ukrainischen Grenze liegt, etwa 100 km westlich von Lviv.
Das erste Bild zeigt das ukrainische Haus in der Stadt Przemysl. Dieses Haus wurde kurz nach 1900 von der ukrainischen Gemeinschaft errichtet und ist praktisch – auch heute noch – die Visitenkarte der Ukraine in Polen. Hier wird in kurzer Zeit – wohl im September 2026 –  Fuwa Fuwa no Kuma ebenfalls Station machen, weil Midori Harada auch dort ausstellen wird.
Das zweite Bild zeigt den Bärenbrunnen im Winter mit dem eigentlichen Bären jetzt schneeüberdeckt, so dass auch er zum Eisbären wird. Am Fuße seines Sockels versucht ein Eisbärenjunges hinauf zu klettern. Und am Brunnenrand steht ein polnisches Fuwa Fuwa no Kuma und betrachtet die Szenerie. Dieses Bild lässt den Witz der Künstlerin aufblitzen – ein sehr schönes Bild.

Gefühl für das Symbolische: japanisch-ukrainische Freundschaft

Fuwa Fuwa no Kuma (direkt übersetzt vielleicht „flauschig flauschig und Bär“) ist ein weißer, flauschiger Eisbär, der inzwischen zum Markenzeichen der Künstlerin geworden ist. Diese Eisbären sind in zahlreichen ihrer Aire-Verte-Landschaften platziert, finden sich in allen Büchern und sind auch in der Ausstellung vielfach präsent. „Die Bären reisen um die Welt und erleben überall viele Geschichten“, sagt Frau Harada.

Midori Harada ist bekannt für ihre leichte Hand und ihre zielsichere Malweise, durch die ihre Figuren immer auch mit anderen Posen als identisch erkennbar sind. Das war der Grund, warum sie damals als Künstlerin für das Pokémon-Projekt ausgewählt wurde. Und aus diesem Grund ist sie – verbunden mit einer guten Beobachtungsgabe – eine ideale Portraitmalerin. Diese Kunst bietet sie hier auf der Ausstellung an. Portraits können aber auch online bestellt werden, wo sie auch auf „Shikishi“-Vorlagen angefertigt werden. Ein Shikishi ist ein traditioneller, japanischer Malkarton, um eine viereckige, feste Pappe, deren Oberfläche mit hochwertigem Papier (oft japanisches Washi-Papier) bezogen ist und die typischerweise einen edlen Goldrand hat.

Schon länger verkauft sie ihre Kunst für gute Zwecke und sammelt Spenden für die Ukraine. Im Rahmen solcher Charity-Veranstaltungen bietet sie gelegentlich auch Workshops an. Am besten ist für sie aber die direkte Arbeit mit den geflüchteten Kindern. In Celle hatte sie vor einiger Zeit einmal einen Manga-Workshop für aus der Ukraine geflüchtete Kinder in der Volkshochschule angeboten. „Das war schon etwas Besonderes.“, sagte Midori Harada.

Und auch ihre Ukraine-Landschaften mit Fuwa Fuwa no Kuma möchte sie gerne häufiger in der Öffentlichkeit präsentiert wissen. Und sie hatte dazu auch schon eine Idee: „Wenn sich ein Restaurant findet, das meine ukrainischen Gemälde ausstellen möchte, würde ich sie gerne günstig verkaufen. In Japan werden Gemälde manchmal ausgestellt, um Spenden zu sammeln.“.
Sie spielt damit an auf eine lange und in Japan gut etablierte Tradition, Kunstausstellungen als Medium zu nutzen, um Gelder für wohltätige Zwecke zu sammeln. Interessenten sollten sich direkt an Midori Harada oder an ihre Managerin Nicole Suzuki wenden, beide per Mail erreichbar über folgenden Mail-Kontakt:.

Mail-Kontakt Midori Harada/Nicole Suzuki

Wichtige Adressen im Internet zu Fuwa Fuwa no Kuma und Midori Harada

Web-Shop Fuwa Fuwa no Kuma  (Deutsch/Englisch)

Website Fuwa Fuwa no Kuma (nur japanisch)

Instagram Fuwa Fuwa no Kuma

 

Teilen | Поділитися