3. Ukrainisches Picknick im Bürgerpark

Wegen der Schulferien war der Kreis der Teilnehmer am alljährlichen Picknick des Vereins im Bürgerpark etwas kleiner als in den vergangenen Jahren, aber die Stimmung war dennoch prächtig. Zu Essen und zu Trinken gab es auch diesesmal überreichlich und das Wetter war -wie immer – super.

Als Gast war Dimitrij aus Magdeburg mit Frau und Kind angereist, so dass auch gemeinsame Aktivitäten auf dem Gebiet der humanitären Hilfe besprochen wurden. Inbesondere ging es um die Koordinierung von LKW-Transporten.

Ein besonderer Dank gilt Maryna, die wie schon in den vergangenen Jahren das Treffen organisiert hat.

2 LKW-Ladungen für Saporischschja

Hallo Freunde der Ukraine,

heute haben wir zwei 40 t LKW´s mit 8 t Spendenmaterial auf dem Weg in die Ukraine nach Saporoshje gebracht. U.a.: 40 elek. Betten mit Matratzen, 40 Nachttische, 6 Babybetten, zwei elek. Kinderbetten, OP-Besteck, Desinfektionsbehälter, ein Ultraschallmeßgerät, 15 Infusionsständer, 10 Pakete mit Patienten-Dokumappen, 50 Pakete mit Windeln, und 11 Rollstühle. Wir waren zuerst im KH Marienstift, dann im KH St.Vincenz, dann im KH HEH, dann in unserer Garage und zum Schluß haben wir die LKW´s im Zoll verblomt. Das Ganze war nur machbar unter der Mithilfe von Musa und Irina, Bernd und den drei Fahrern sowie den Mitarbeitern des KH Marienstift.

Guy Pietron

Bandura-Konzert

Nach 2015 wird die ukrainische Musikgruppe „Tscherwona Kalyna“ am Dienstag, den 1. August 2017, zum zweiten Mal ein Konzert in der Christ König Kirche in Salzgitter-Bad geben. Der Eintritt ist frei.

Die Musikgruppe ist in Solotschiw beheimatet, der Partnerstadt Schöningens. Zum Repertoire der Volksmusikgruppe gehören klassische und volkstümliche Lieder. Die Musikerinnen und Musiker beschreiben sich selbst folgendermaßen: Wir spielen und singen melodische, lyrische Lieder über die Liebe und unsere Heimat.
Das Hauptinstrument der Künstler ist die Bandura, ein ukrainisches Zupfinstrument mit 55 bis 64 Saiten. Neben der Bandura gehören eine Geige und ein Bajan (Knopf-Akkordeon) zu den verwendeten Instrumenten. Der einmalige und unverwechselbare Klang der Bandura verleiht auch bekannten Liedern, wie beispielsweise Franz Schuberts „Ave Maria“, einen besonderen folkloristischen Ausdruck.

Das Konzert wird gemeinsam vom Partnerschaftsverein Schöningen, der Kolpingsfamilie SZ-Bad und dem Verein Freie Ukraine Braunschweig organisiert.

Plakat 4 RA

Vorbereitungstreffen für internationales Jugendprojekt im Haus der Kulturen

Acht der elf deutschen Teilnehmer für das Umwelt-Projekt in der Westukraine, die Projektleiter und Sofia Samoylova als Videofilmerin trafen sich zu einer ersten Vorbereitung auf ihren 14-tägigen Aufenthalt in den Städten Ternopil und Czernivtsi. Alle sind voller Vorfreude auf die Begegnungen mit den ukrainischen Partnern und in Bezug auf das Projektthema hochmotiviert. Am 15. Juli startet das Team in Richtung Osten. Für fast alle Teilnehmer wird es der erste Aufenthalt in der Ukraine sein.

Projektgruppe EVZ 2017 (6)

Wettergott spielte mit

BS-International fand in diesem Jahr einige Wochen früher statt als gewöhnlich. Grund war der Ramadan, der Fastenmonat der Muslime, der in diesem Jahr in die Zeit vom 27. Mai bis zum 24. Juni fällt. In dieser Zeit hätten die Vereine aus dem muslimischen Kulturkreis nicht an der Veranstaltung teilnehmen können. Die Befürchtung, dass die im Mai oft kalten und regnerischen Tage das Fest beeinträchtigen könnten, haben sich gottseidank nicht bewahrheitet. Das Wetter war sogar ideal – sonnig, aber nicht zu warm.

Unser Verein hatte in diesem Jahr erstmals einen separaten Stand, der so bunt dekoriert war, dass er optisch hervorstach. Die vielen fleissigen Helferinnen und Helfer aus dem Verein haben wie schon im letzten Jahr Borschtsch, Wareniki, Piroschki und Kuchen aller Art produziert und zusammen mit Fassbier, Kaffee und anderen Getränken angeboten. Die Band „Dalibude“ hat wie im Vorjahr den musikalischen Part absolviert und dafür großen Applaus geerntet.

Die Stimmung am Stand war bis in den frühen Abend hinein prächtig. Allen Akteuren vom Vorstand des Vereins ein herzliches Dankeschön!

Ukraine 2017

Hoffnungen und Perspektiven einer Krisenregion

Ein Kommentar zur Veranstaltung

Die Veranstaltung im Haus der Kulturen war gut besucht. Unter den Teilnehmern befanden sich, wie bei dieser Thematik üblich, eine ganze Reihe von Diskutanten, denen es vornehmlich darum ging, Russland als Opfer amerikanischer Umtriebe zu beschreiben und die russsische Agression zu relativieren. Als Rechtfertigung für eine distanzierte Haltung im Ukraine-Russland-Konflikt führen diese Leute immer wieder die Millionen Opfer im zweiten Weltkrieg an, die sie alle Russland zurechnen (Sowjetunion = Russland) und völlig ausblenden, dass die schlimmsten Verwüstungen und größten Opferzahlen in der Ukraine, Weißrussland, Polen und den baltischen Staaten zu verzeichnen waren.  Von der systematischen Vernichtung von mehr als 3 Millionen Ukrainern durch Stalins Politik (Holodomor) zu Beginn der 30er Jahre wissen sie nichts.

Ärgerlich an dem Diskussionsverlauf war, dass das eigentliche Thema des Abends damit zu kurz kam, denn mit dem Lemberger Journalisten und Übersetzer der Werke von Serhij Zhadan, Juri Durkot, war ein authentischer Vertreter der Ukraine als Referent und Diskutant präsent. Durkot versuchte mit leisen, aber ehrlichen Tönen, die aktuelle Gemütslage der ukrainischen Bevölkerung zu skizzieren, und einen Ausblick auf die Reformaussichten zu geben. Zwar gebe es nach seinen Worten langsame Fortschritte in der Reformierung von Staat und Gesellschaft, aber der Krieg im Osten bremse alle Schritte. Nur der gemeinsame Druck von Zivilgesellschaft einerseits und EU / IWF andererseits habe diesen Prozess vorangebracht. Man hätte gern noch mehr von Durkot gehört, allein die Putinversteher drängten immer wieder in die andere Richtung. Sie interessieren die demokratischen Prozesse in der Ukraine nicht wirklich.

Eine Diskussionsteilnehmerin brachte die Kritik am Diskussionsverlauf auf den Punkt: „wir wollten hier über Hoffnungen und Perspektiven der Ukraine reden, aber wir hören immer nur von Putin. Unser Präsident heißt Poroschenko und auch über den müssten wir reden.“

Die Braunschweiger Zeitung hat heute einen Bericht über die Veranstaltung gebracht. Da dort die Darstellung Putinscher Politik durch den Referenten Boris Reitschuster ausführlich abgehandelt wurde, ist das an dieser Stelle überflüssig.

Bernd Henn

40 Computer ausgeliefert

Im Lager des Vereins warteten schon längere Zeit 40 Computereinheiten auf den Transport in die Ukraine. Jetzt konnte das logistische Problem mit Hilfe der Familie Olijnik gelöst werden. Computer, Flachbildschirme und Zubehör haben ihre Bestimmungsorte erreicht.

Zwei Klassensätze zu 10 und 12 Einheiten gingen an eine Dorfschule in der Nähe von Buczacz (Bobulince) und an das klassische Gymnasium in Ternopil. 10 weitere Geräte verblieben bei der Kolpingfamilie, die als katholische Sozialbewegung weltweit agiert und auch caritative Einrichtungen in der Ukraine unterhält (siehe Kolpingwerk).

Die restlichen Geräte gingen an den Unterstützungsfonds für Einrichtungen nahe dem östlichen Kriegsgebiet und an die Pädagogische Universität Ternopil. Die Dozenten im Fachbereich Germanistik haben sich insbesondere auch über einen sehr lichtstarken Projektor und ein 17 Zoll Notebook gefreut.

Teilnehmer für internationales Jugendprojekt gesucht

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Details zum Projekt und Teilnahmebedingungen:

Das Projekt „Zivilgesellschaftliches Engagement für eine intakte Umwelt in der Westukraine“ startet am 15. Juli mit der Abreise von Braunschweig nach Ternopil / Czernowitz. Es stehen 10 Plätze für diese internationale Jugendbegegnung zur Verfügung. Auf der ukrainischen Seite werden 13 Studentinnen und Studenten an dem Projekt beteiligt sein, sowie je ein Dozent von den Universitäten in Tarnopol und Czernowitz. Die Rückkehr nach Braunschweig erfolgt am 30. Juli 2017.

Ziel ist es, das zivilgesellschaftliche Engagement der Umweltaktivisten vor Ort zu unterstützen und gleichzeitig Freunde und Partner zu gewinnen, mit ihnen zu diskutieren (in Deutsch oder Englisch) und zu feiern. Als Projektergebnis ist eine Fotoaustellung und eine Videodokumentation verschiedener „Umweltsünden“ geplant, die vor Ort öffentlich präsentiert werden soll.

Teilnahmevoraussetzungen:

  • Alter 18-35 Jahre
  • Engagement für eine intakte Umwelt

Die Teilnehmer werden die Städte Czernowitz, Tarnopol und die Karpaten kennenlernen, sowie drei Tage in der Hauptstadt Kiew verbringen.

Sämtliche Reisekosten, die Unterbringung in guten Mittelklassehotels, Verpflegung und Eintrittsgelder werden durch das Projekt finanziert.

Interessenten melden sich bitte bis zum 15. Mai 2017 bei:

Jaroslaw Makarchuk ymakarchuk15@gmail.com           Mobil: 0152 3201 7105

Bernd Henn                     bernd.henn64@gmail.com             Mobil: 0152 0911 2270

Fröhliche Feier von Griechen und Ukrainern im Haus der Kulturen

Ostern ist für griechisch – orthodoxe und auch für griechisch-katholische Christen das höchste Kirchenfest. Orthodoxe Ostern fallen immer auf den ersten Sonntag  nach dem ersten Frühlingsvollmond der ersten Tagundnachtgleiche des Jahres. In der orthodoxen Kirche werden die beweglichen Feste nach dem alten Julianischen Kalender berechnet und sie fallen nur manchmal – so wie in diesem Jahr – mit dem westlichen Ostern zusammen, das nach dem Gregorianischen Kalender berechnet wird.

Zwei Wochen vor dem eigentlichen Osterfest am 16. April haben die Griechische Gemeinde und unser Verein Freie Ukraine Braunschweig im Rahmen eines fröhlichen Festes einige österliche Bräuche und Traditionen im Haus der Kulturen präsentiert. Eine kleine Spielszene von ukrainischen Kindern, Musik von der Band „Dalibude“ und leckere Osterspeisen umrahmten diese erste gemeinsame Feier von Griechen und Ukrainern in Braunschweig.

„Pulse of Europe“ – Demonstration in Braunschweig

Am heutigen verkaufsoffenen Sonntag war die Stadt voll von Menschen, nicht zuletzt auch wegen der Autoshow an vielen Standorten im Zentrum. Aber auch die ganz neue Bewegung für ein demokratisches, friedliches und solidarisches Europa hatte die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, „Flagge“ zu zeigen. Rund 250 teils junge, aber auch viele graue Köpfe konnte man auf dem Schlossplatz zählen. Bundesweit wurde an mehr als vierzig Orten demonstriert. Es scheint, als habe die Wahl von Trump und Marie Le pen „ante portas“ für Bewegung bei etlichen sonst eher passiven Menschen gesorgt. Die Demonstrationen sollen mindestens bis zur Frankreich-Wahl jeweils Sonntags 14.00 Uhr vor dem Schloss fortgesetzt werden.

 

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